So fing alles an

So fing alles an

Manometer, vor lauter Freude weiß ich gar nicht wo ich überhaupt anfangen soll. Also am besten erzähle ich mal, wer ich bin und wo ich herkomme.

Also meinen Namen habe ich von meiner Mommy bekommen. Zuerst hieß ich ja ganz anders, nämlich Lula. Aber da es ja in unserem Haushalt schon eine Luna gibt, meinte Mommy, da muss ein anderer Name für mich her. Und ganz ehrlich Freunde, Finja klingt doch viel besser.

Lula hieß ich in meinem vorherigen Übergans-Zuhause bei Claudia bevor ich zu Mommy und Luna in mein Für-immer-Zuhause zog. Ich komme ja aus Italien. Ganz weit unten, Kalabrien nennt man diese Gegend. Und dort war ich ganz zuerst auf einem Fabrikgelände. Wenn die Arbeiter da waren, bekam ich manchmal auch was von ihnen zu fressen. Ansonsten war ich da ganz alleine. An meine richtige Mami und meine Geschwister kann ich mich gar nicht mehr so genau erinnern. Dann kam eines Tages Claudia und ich durfte bei Ihr und anderen Hunden wohnen. Claudia kümmert sich um Hunde wie mich und sucht neue und gute Für-immer-Zuhause für uns.

Eigentlich sollte ich gar nicht so lange bleiben, weil alle meinten, dass ich ganz schnell neue Eltern bekommen würde. Aber so schnell ging das dann doch nicht. Mommy hat mich damals schon auf einer Hunde-Adoptionsseite gesehen und ich habe ihr mega-gut gefallen. Sie dachte auch, dass ich zackbum ein Für-Immer-Zuhause hätte. Aber irgendwie wollte mich niemand haben. Über ein Jahr war ich bei Claudia und niemand wollte mich. Mommy ist in der Zwischenzeit umgezogen und nachdem sie sah, dass ich immer noch auf der Adoptions-Seite war, fragte sie mal nach, was da los sei. Hätte ja auch ein redaktioneller Fehler sein können. War es aber nicht.

Nachdem sie also erfuhr, dass ich nach wie vor zu haben wäre, war die Entscheidung bei ihr quasi schon gefallen und es wurde alles fertig gemacht, damit ich meine Reise quer durch Italien, über die Alpen bis letztendlich in den Bayerischen Wald antreten konnte. Puh was für ein langer Satz, aber die Reise war wesentlich länger. Über 1.800 km und angenehm waren nur die letzten 200 km wo mich Mommy in München abgeholt hat. Davor waren wir, es waren mit mir nämlich noch einige andere Hundefreunde an Bord, mit einem großen Auto unterwegs. Mich hatten sie, weil ich nicht ganz so groß bin, in die obere Etage in einen Käfig gestopft der voll blöd war. Bei der Übergabe in München wurde ich dann von einem der Fahrer einfach aus dem Käfig gezogen. Da war ich echt geschockt! Ich konnte mich vor Schreck gar nicht mehr bewegen.

Aber ab dann, dann wurde alles gut. Mommy nahm mich und trug mich erst einmal in ihr Auto, weil sie total Angst hatte, dass ich auf dem Parkplatz noch irgendwie verloren gehen könnte.

Das war unsere erste Begegnung. 

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